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Wer sich coachen lässt, weil er unzufrieden mit seiner Situation ist und sich weiterentwickeln will, findet beim Coaching einen neutralen Gesprächspartner, der den Ratsuchenden individuell unterstützt. Der Coach hilft dem Klienten, sich kritisch wahrzunehmen und Verantwortung für sich zu übernehmen. Der Klient soll lernen, sein Verhalten weiterzuentwickeln und Probleme zu lösen.
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Aufmerksamkeit und Konzentration: kann man lernen
Aufmerksamkeitsstörungen und Konzentrationsschwäche. Viele Betroffene jeglichen Alters sind heute stark verunsichert, wenn sie sich mit diesen Schlagwörtern konfrontiert sehen. Fragen, „Was können wir oder ich tun?“, tauchen auf. Verständlich, denn mit diesen Schlagwörtern entsteht Angst und Unsicherheit.
Doch genau hier beginnt eine gefährliche Spirale. Alles konzentriert sich auf die vorhandenen Defizite. Durch die vermehrte Aufmerksamkeit auf die Symptome wird oft nur das Gegenteil dessen erreicht, was man sich erwünscht. Probleme verschlimmern sich. Bei den Schulkindern und Jugendlichen sowie den Eltern entsteht Druck und Stress.
Konzentration kann nicht erzwungen werden.
In der heutigen Zeit nimmt schulischer Erfolg schon früh eine gewichtige Stellung in der Bewertung der eigenen und anderer Personen ein. Schulkinder und Jugendliche sind dadurch mehr als früher durch Lernprobleme (Motivation, Aufmerksamkeit, Konzentration) oder übertriebene Leistungsansprüche belastet, die mit Selbstwertproblemen und Versagensängsten einhergehen.
Die wichtigste Information hier, ist die zu wissen, dass Konzentration und Aufmerksamkeit in jedem Alter erlernbar sind. Die Symptome verbessern sich, wenn Fähigkeiten, die nicht ausreichend vorhanden sind, erlernt werden.
Aufmerksamkeit, das bedeutet „ wach“ zu sein, „voll da“ sein für die momentane Situation. Aufmerksamkeit bildet die Grundlage für konzentriertes und ausdauerndes Spielen, Lernen und Arbeiten.
Konzentration wiederum ist die Fähigkeit Aufmerksamkeit bewusst auf relevante Reize zu richten und gleichzeitig Störreize zu unterdrücken.
Der Satz „Jetzt konzentriere dich doch endlich“ impliziert, dass das Kind nicht die entsprechende Leistung erbringt und führt zu Leistungsdruck, der wiederum Angst hervorruft. Da man unter Angst wie gelähmt ist und das Denken somit unmöglich wird, ist Versagen vorprogrammiert und ein Teufelskreis entsteht.
Wie kann man eine wirkliche Konzentrations- oder Aufmerksamkeitsstörung erkennen?
„Es gibt nur wenige Kinder, die sich gar nicht konzentrieren können.“ sagt Susanne Babst, Heilpraktikerin für Psychotherapie aus Wettstetten. „Meist können wir beobachten, dass sich Kinder in manchen Situationen ganz gut konzentrieren z.B. beim Spielen, in anderen Situationen dagegen nur eingeschränkt wie z.B. bei den Hausaufgaben.
Wenn Sie wissen wollen, ob sich Ihr Kind konzentrieren kann, dann beobachten Sie Ihr Kind einmal in verschiedenen Situationen: Beim Spielen oder Kassette hören, die es gerne macht und bei solchen, die es weniger gerne erledigt. Nur wenn Sie keine einzige Situation finden, in der sich Ihr Kind intensiv über einen begrenzten Zeitraum von ca. 15 Minuten beschäftigen kann, ohne sich abzulenken, könnte bei Ihrem Kind eine gestörte Konzentrationsfähigkeit vorliegen.
Denken Sie jetzt nicht an einen rosaroten Elefanten
Die Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen umfasst, laut Susanne Babst, hier zwei wesentliche Aspekte: Zum einem die Arbeit auf der reinen Handlungsebene. Hierzu zählen das Erlernen von Struktur und Zeitmanagement, Durchhaltevermögen sowie der Umgang mit Emotionen und destruktiven Gedanken.
Zum Anderen, als weiteres, stützendes Element, die Arbeit auf der unbewussten Ebene. Unter unbewussten Prozessen versteht man Bilder, Gefühle und Impulse die wesentlich schneller sind als unser bewusstes Denken. Beispiel: Denken Sie nicht an einen rosaroten Elefanten? Welches Bild entsteht in Ihnen?
Der so bekannte Satz „Ich will ja, aber ES passiert einfach“, findet hier seine Bestätigung. Bilder sind schneller als unser Wille etwas zu tun. Manchmal fühlen wir uns gewissen Situationen einfach ausgeliefert. Muss das so bleiben? Nein, es ist veränderbar.
Laut Aussagen der Hirnforschung ist es nicht nur wichtig Umfeld und Symptome sich anzusehen, sondern auch den eingefahrenen Verhaltensmuster auf die Spur zu kommen und diese zu verändern.
Durch den Einbezug beider Aspekte bekommt der Betroffene, ob Kind oder Erwachsener, die Möglichkeit, die erforderlichen Fähigkeiten und neue Verhaltensmuster zu erlernen.
Durch den Aufbau von Mut, Motivation, Freude und einer positiven Erwartungshaltung kann man jede Herausforderungen meistern.
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