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Titelthema 05/12

Babyphone: Achtung, Elektrosmog!

Babyphone, Elektrosmog
Bild:
iStockphoto.com

Was bei Stiftung Warentest im Mai-„Test“-Heft zum Sieger gekürt wurde, nämlich das Babyphon Avent SCD525 von Philips, wäre beim „Öko-Test“ der Verlierer und bekäme die schlechteste Note. Das berichtet das „Institut für Baubiologie + Ökologie“ (IBN) in Neubeuern. Dafür landet das Babyphon Angelcare AC420D von Funny bei Stiftung Warentest nur im befriedigenden Mittelfeld, in „Öko-Test“ und anderen Verbrauchermagazinen wie dem Schweizer „K-Tipp“ wurde es zuvor mehrfacher Testsieger, bemängelt das IBM weiter.

Konträrer können Bewertungen nicht ausfallen. Warum? „Stiftung Warentest bewertet hauptsächlich technische Aspekte, Funktion, Bedienung, Störfestigkeit, Reichweite“, so das IBN. Öko-Test, K-Tipp und andere Testzeitschriften beziehen darüber hinaus wichtige ökologische und gesundheitliche Aspekte mit ein. Sie bewerten zum Beispiel elektromagnetische Feldbelastungen oder chemische Risiken durch Kunststoffe, Weichmacher und Flammschutzmittel, um das empfindliche Baby hiervor zu schützen.

Gerät funkt nonstop

Fazit des Instituts für Baubiologie + Ökologie: „Mit dem Stiftung-Warentest-Sieger Philips Avent SCD525 holt man sich offenbar eine unnötige, kritische Elektrosmogquelle ins Haus, ins Kinderzimmer, nah ans Babybett. So funkt etwa das Philips Agent SCD525 mit biologisch besonders bedenklichen Mikrowellen, mit so genannten gepulsten Wellen, typisch für den digitalen DECT-Standard. Die starken elektromagnetischen Feldintensitäten, die dabei entstehen, sind zigfach stärker als bei vielen anderen Mitbewerbern auf dem Markt.“ Unnötige Belastung entstehe zudem durch die Tatsache, dass das Gerät permanent, nonstop, rund um die Uhr funkt, selbst wenn es gar kein Schallereignis gibt, also das Baby schläft. Hinzu kommen laut IBN die Felder der Stromversorgung, und zwar am Babyphon selbst, am Zuleitungskabel und am Steckernetzteil, weil die nicht geschirmt oder geerdet sind. „Gerät, Kabel und Stecker, alle drei überschreiten Computerarbeitsplatznormen.“

Bedenkliche DECT-Mikrowellen

Trotzdem schreibe die Stiftung Warentest zum Philips-Babyphon in einer Überschrift: "Elektrosmog kein Grund zur Sorge". Das IBN sieht das anders: „Es besteht Grund zur Sorge, nicht nur wegen der bedenklichen DECT-Mikrowellen und anderen Felder, sondern auch wegen der bedenklichen Bewertung - sprich Entwarnung - von Stiftung Warentest, die den Anwender über die Risiken im Unklaren lässt.“

Weitere Infos:
IBN Institut für Baubiologie + Ökologie, 83115 Neubeuern, www.baubiologie.de.

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