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Titelthema 10/17

Cholesterin: über gutes und schlechtes Fett

„gutes Fett“ in Makrelen
Bild:
AndreasF. / photocase.com | Redaktion: Sonja May

Bei vielen Menschen wird heute ein erhöhter Fettwert im Blut festgestellt und ein Medikamente zum Senken dieses Wertes (Statine) verschrieben. Es scheint ein wichtiges Thema zu sein, da das Cholesterin seit gut 40 Jahren in den Medien auftaucht. Diskutiert wird, dass nicht das Gesamtcholesterin selbst ein Problem darstellt, vielmehr geht es um die Menge bestimmter Lipidproteine - das LDL – das so genannte „böse Cholesterin“, sagt Gabriele Zierer, Heilpraktikerin aus München.

Was ist eigentlich Cholesterin?

Es gehört zu den bekanntesten Molekülen der Biochemie und ist ein lebenswichtiger Stoff für unsere Zellen. Die Aufnahme von Cholesterin über die Nahrung hat nur wenig Einfluss auf den Cholesterinspiegel im Blut, da der Großteil in der Leber erzeugt wird (1).

Es wird in die Zellmembran (Wände der Zellen) eingebaut und erhöht damit die Stabilität der Zelle. Zudem ist es der Grundstoff für Hormone und den fettlöslichen Vitaminen (Vit. A,E,D, und K). Der Abbau von Cholesterin ist in unseren Körper nicht möglich, es wird in der Leber zu Gallensäuren umgewandelt und über den Darm ausgeschieden.

Cholesterin gehört zur Gruppe der Lipide (Fette). Diese können aber nicht so einfach durch die Blutbahn "schwimmen", sie werden an ein Eiweiß gebunden - den sog. Lipidprotein. Davon gibt es verschiedene Arten, die nach Ihrer Größe oder besser Ihrer Dichte unterschieden werden. Chylomikronen sind die größten und Ihre Aufgabe ist es, alle im Darm resorbierten Nahrungsfette, dem Gewebe zu zuführen und der Rest wird der Leber zur Verfügung gestellt. Dieser Weg geht nicht über die Gefäße sondern über unsere Lymphgänge (Ductus thoracicus). Die Fette die in der Leber landen, werden nun zur nächst kleineren Stufe den VLDL umgewandelt, das aber nur kurze Zeit haltbar ist.

Böses und gutes Cholesterin

Eine Lebensdauer von einigen Tagen und damit einen rasch verfügbaren Cholesterinspeicher für den Körper ist das - LDL (Low Density Lipoprotein), als „böses“ Cholesterin bekannt. Befindet sich zu viel LDL im Blut oder sind zu wenige Rezeptoren vorhanden, können sich in den Gefäßwänden Ablagerungen bilden. Man geht davon aus, dass diese Ablagerungen zu Arteriosklerose, Herzinfarkt und Schlaganfall führen können.

Das „gute“ HDL (High Density Lipoprotein), „beseitigt“ überschüssiges Cholesterin aus dem Blut und transportiert es zur Leber zurück - wo es als Gallensäure umgewandelt , im Darm landet und ausgeschieden wird.

Vorbeugen ist besser, aber was kann man machen wenn die Werte bereits leicht erhöht sind?

Durch neue Studien weiß man, dass sich der Cholesterinspiegel liniar zum Zuckerkonsum erhöht sagt die Münchner Heilpraktikerin.

  • Reduzieren Sie Ihren Zuckerkonsum und probieren Sie Alternativen, wie Agavensirup, Ahornsirup oder Fruchtsüße, wie z.B. Birnendicksaft
  • Generell gilt, je mehr Fette tierischen Ursprungs (Fleisch, Milch und Eier), desto höher ist der Cholesterinspiegel im Blut.

Daher Achten Sie auf bestimmte Fette. Fett ist nicht gleich Fett!!!! Olivenöl ist ein neutrales Fett und deshalb gut zu empfehlen. Zum Backen und Braten empfiehlt sich Kokosfett.

  • Essen Sie oft Fisch, vor allem Fische wie Lachs und Makrele, aber auch jede andere Art von Fisch ist gut, sie enthalten viel Omega („gutes Fett“).
  • Vermeiden Sie Fertigprodukte, Wurst, panierte oder frittierte Nahrung. Dünsten oder Grillen ist eine gute Alternative!
  • Bei einigen Menschen kann sogar Kaffee die Blutfettwerte erhöhen. Trinken Sie daher nicht mehr als 2 Tassen pro Tag.
  • Alkohol – (pro Tag etwa ein Glas Wein oder ein Bier) erhöht sogar den HDL-Wert im Blut und kann das Herzinfarktrisiko senken.
Ausdauersportler haben in der Regel einen hohen HDL-Wert - Betroffenen Patienten rät sie daher auch zu mehr Bewegung.

„Nehmen Sie die Treppe statt den Lift, parken Sie Ihr Auto weiter weg von der Firma, oder nehmen Sie das Rad. gehen Sie zügig spazieren. Für Ihre Ausdauer sollten Sie 1/2 Stunde 3 x wöchentlich schnell gehen, wandern, joggen, schwimmen oder Fahrrad fahren“

Bereits erhöhte Werte können auch ohne Medikamente gesenkt werden

In vielen europäischen Universitäten gibt es Studien zur Senkung des Cholesterins, ohne Medikamente - die auch starke Nebenwirkungen haben können, sagt die Heilpraktikerin. Vor allem die Senkung des LDL-Wertes war angestrebt. Zu den erforschten Mitteln gehört das Spurenelement Selen oder der Pflanzenstoff Quercetin oder das Vitamin B 3, nur um einige zu nennen.

Zusätzliche Laborwerte für Menschen mit Risikofaktoren (werden von manchen Forschern als Gefäßkiller Nr. 1 bezeichnet) Homocystein (Stoffwechselprodukt), Lipoprotein a (Transporteiweiß) sensitives C-reaktives Protein (Eiweißstoff der bei Gefäßentzündungen vermehrt gebildet wird). Allerdings sind für Menschen mit genetisch bedingten Fettstoffwechselstörungen, Statine das Mittel der ersten Wahl.

Buchtipps von Gabriele Zierer:

  • Cholesterin endlich Klartext von Volker Schmiedel
  • Die Cholesterin-Lüge von Prof. Walter Hartenbach

(1) Burgensteins Handbuch der Nährstoffe

Ein Interview zum Thema Cholesterin mit Gabriele Zierer, Heilpraktikerin aus München. Wenn Sie mehr über Cholesterin, gute und schlechte Fette erfahren möchten: Sie finden Gabriele Zierer oder andere Experten in unserer Expertensuche

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