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Richtig abnehmen: Was dem Körper gut tut
Wer abnehmen will, muss nicht unbedingt hungern. „Wichtig ist, das Richtige zu essen“, sagt Karin Putfarken. Die Heilpraktikerin setzt das Abnehm- und Stoffwechselprogramm „Metabolic Balance“ ein. Und zwar nicht nur bei Übergewicht, sondern auch wenn es darum geht, dass der Mensch wieder ein Gefühl dafür bekommt, was ihm und seinem Körper gut tut.
Zu viele Kohlehydrate und Fertigkost, zu wenig Bewegung: Viele Menschen in den Industriestaaten leben einen Stil, der ihrer Gesundheit nicht gut tut. Vor allem bei Übergewicht suchen viele irgendwann professionelle Hilfe, weil Diätprogramme nur kurzfristig helfen. „Keine herkömmliche Diät, sondern ein Stoffwechselprogramm“ ist denn auch das Metabolic-Balance-Programm, mit dem Karin Putfarken seit sechs Jahren arbeitet. Dabei bekommt jeder Patient nach einer eingehenden Anamnese und Blutanalyse, nach Erfassung des Bodymaßindexes und der Körpermaße einen Ernährungsplan, der individuell für ihn zusammengestellt wird, erklärt die Heilpraktikerin.
Ballaststoffe sind kein nutzloser Ballast
Der Schwerpunkt liegt dabei auf einer natürlichen gesunden Ernährung, wie sie die Heilpraktikerin prinzipiell empfiehlt. „War man noch vor 100 Jahren der Ansicht, man müsse möglichst konzentrierte Nahrung wie Zucker und Auszugsmehle zu sich nehmen, um genügend Energie zu haben, so weiß man heute, dass der Nahrung dann wichtige Bestandteile fehlen - zum Beispiel Vitamine, Mineralien, Enzyme, Aromastoffe, Begleitstoffe, Bioaktive Substanzen und Ballaststoffe.“ Wer sich schon immer gewundert hat, warum letztere so genannt werden: „Man dachte, sie wären nur Ballast für Magen und Darm und würden nutzlos wieder ausgeschieden. Inzwischen weiß man um die verdauungsfördernde und entgiftende Funktion der Ballaststoffe“, erzählt Karin Putfarken.
Die Lebensmittelindustrie geht indes oft Wege, die der Gesundheit gar nicht förderlich sind, so die Heilpraktikerin. „Aus Nahrungsmitteln sind Wohlfühlmittel geworden. Sie sind nicht dazu da, den Hunger zu stillen, sondern Appetit zu machen.“ Essen kommt aus dem Reagenzglas, wird versetzt mit Geschmacksverstärkern, Süßstoffen, Farbstoffen, Aromen und Konservierungsmitteln und versehen mit E-Nummern. „Diese Produkte haben mit einer gesunden, ausgewogenen Ernährung überhaupt nichts mehr zu tun“, so Karin Putfarken. „Einzelne Stoffe, die als besonders gesund angepriesen werden, kann der Körper in dieser isolierten Form oft gar nicht aufnehmen und scheidet sie ungenutzt wieder aus.“ Bei einer gesunden Ernährung gehe es um das Zusammenspiel aller wichtigen Nährstoffe wie Vitamine, Mineralien, Enzyme, Aroma- und Begleitstoffe, Ballaststoffe, Bioaktive Substanzen. „Nur so kann der Stoffwechsel auf Dauer einwandfrei arbeiten.“
„Metabolic Balance“ ist laut Karin Putfarken deshalb nicht nur ein Programm zum Abnehmen. „Ich wende es auch an, wenn jemand zunehmen möchte oder wieder einen Zugang zu einer natürlichen und ausgewogenen Ernährung bekommen möchte und sich im Durcheinander der Ernährungsempfehlungen nicht zurechtfindet.“
Wie Metabolic Balance funktioniert
Ziel von Metabolic Balance ist es, den Insulinspiegel im Körper niedrig zu halten. „Aber isolierte Zucker wie Haushaltszucker, Auszugsmehl, modifizierte Stärke, Glucosesirup gehen sehr schnell ins Blut und lösen dadurch eine hohe Insulinausschüttung aus“, erklärt die Heilpraktikerin. Deshalb müssen sie vermieden werden. „Denn überschüssiger Zucker wird durch Insulin im Körper zu Fett umgebaut.“ Ein ständig hoher Insulinspiegel bewirke aber auch einen Anstieg von Adrenalin, Kortison sowie Cholesterin und Triglyzeriden. Und: „Die ständige Insulinausschüttung bedeutet Stress für die Bauchspeicheldrüse.“
Auf den Speiseplan kommen daher Kohlehydrate, die langsam ins Blut gehen. Zwischen den drei Mahlzeiten pro Tag soll außerdem eine Pause von mindestens 5 Stunden eingehalten werden. „In den Pausen darf nur Wasser getrunken werden. Heißhungerattacken mit Schwächeanfällen kann man so wieder in den Griff bekommen.“
Gestartet wird bei Metabolic Balance mit zwei Vorbereitungstagen. Es folgt eine zweiwöchige strenge Phase zur Umstellung des Stoffwechsels. Danach beginnt die gelockerte Phase. Die letzte Phase schließlich ist die „Erhaltungsphase“, um den neu erlernten Essensrhythmus beizubehalten. Die ganze Umstellung - besonders wenn der Patient einige Pfunde loswerden will - kann sich zwar über mehrere Monate hinziehen. Aber: „Dadurch wird der Jojo-Effekt verhindert.“
Buchtipps:
Petra Neumayer und Dr. med. Wolf Funfack: Metabolic Balance - Für Einsteiger
Dr. med Wolf Funfack: Metabolic Balance - Das Stoffwechselprogramm
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