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Titelthema 05/12

Abnehmen: Alleine ist es viel schwerer

nachhaltiges Abnehmen
Bild:
iStockphoto.com

Wer abnehmen will, muss sein Verhalten ändern, sagt Anina Wrede, Heilpraktikerin aus Köln. „Das Problem ist ja nicht, ein paar Kilo herunter zu hungern, sondern das neue Gewicht zu halten.“ Und das ist ohne professionelle Hilfe sehr schwer. „Die meisten kriegen es alleine nicht hin“, so die Erfahrung der Heilpraktikerin.

Essen ist etwas sehr Persönliches. „Für viele Menschen beinhaltet es Entspannung, Wohlgefühl. Und es kann auch Frustkompensation sein“, sagt Anina Wrede. Damit jemand dauerhaft abnehmen könne, müsse daher immer erst einmal geschaut werden, warum er zu dick ist. Die Gretchenfrage: „Warum ist es so weit gekommen?“ Hat er viel Stress im Beruf und in der Familie. Isst er zu viel? Und ernährt er sich falsch? „Oft werden zu viele einfache Kohlehydrate gegessen.“ Sie finden sich in Süßigkeiten, aber auch in Nudeln, Brot, Reis und Kartoffeln. Dafür kommt Eiweiß oft zu kurz. „Das haben wir in Käse, Joghurt, Hülsenfrüchten, aber auch Fisch und Fleisch.“

Was möchte ich erreichen?

Erst nach einer ausführlichen Analyse kann das Problem grundlegend in Angriff genommen werden. Was für welchen Patienten geeignet ist, entscheidet dessen persönliche Situation. „Was möchte er erreichen?“ Und was ist möglich? „Die Leute müssen wollen.“ Gemeinsam wird entschieden, welche Methoden geeignet sind.

Ein Ess-Tagebuch sollte ein Baustein im Abnehmprogramm sein. Darin notiert der Patient, was er wann gegessen hat. Das schärft das Bewusstsein. „Er kann anfangen, sein Verhalten zu erkennen, denn vieles essen wir unbewusst.“ Immer sinnvoll: eine Ernährungsberatung. Zum Beispiel über „gute und schlechte“ Fette. „Manche Menschen essen sehr fettreich und trotzdem besteht ein Mangel an guten Fetten, die der Körper dringend braucht.“ Den Verzehr vom falschen Fett sehen – neben dem Verzehr von zu vielen einfachen Kohlehydraten - laut Anina Wrede viele Ernährungswissenschaftler auch als ein Grund dafür an, warum viele Menschen immer dicker werden, obwohl sie in Wirklichkeit weniger essen.

Akupunktur regt den Stoffwechsel an

Gute Erfolge verzeichnet Anina Wrede auch mit Akupunktur. „Akupunktur kann den Stoffwechsel aktivieren und die Entgiftung anregen. Anspannung wird abgebaut. Und Akupunktur unterstützt bei Suchtsymptomatiken.“

Für viele Patienten eignet sich auch ein spezielles Ernährungsprogramm. „Metabolic Balance“ zielt darauf ab, den Insulinspiegel im Blut niedrig zu halten. „Der Patient erhält einen individuell auf ihn abgestimmten Ernährungsplan“, so Anina Wrede, die auch geprüfte Metabolic-Balance-Betreuerin ist. Mit Hilfe des Programms soll der Patient auf eine gesunde und abwechslungsreiche Ernährung umstellen. „Er bekommt ein Werkzeug an die Hand, mit dem er sein Gewicht dauerhaft regulieren kann.“

Wichtig ist auch, immer wieder abzustecken, wo die Schwierigkeiten im Alltag liegen. Und entsprechende Lösungsansätze zu bieten. Wer zum Beispiel heimlich an die Süßigkeitenschublade der Kinder geht, fährt vielleicht gut mit einer eigenen. „Die wird dann nicht nur mit Schokolade bestückt, sondern auch mit anderen Dingen wie Nüssen oder Studentenfutter.“ Den Griff in die Schublade einfach zu verbieten, geht häufig schief. „Sein Verhalten ändert man nur langsam.“ Das braucht seine Zeit. Drei bis sechs Monate sollte daher jeder einplanen, der sein Gewicht dauerhaft reduzieren will und sein Essverhalten ändern möchte.

Anina_Wrede

Wenn Sie mehr über nachhaltiges Abnehmen wissen wollen: Sie finden Anina Wrede und andere Experten in unserer Expertensuche.


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