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Ohrakupunktur (Aurikolutherapie)
Geschichte der Ohrakupunktur
Die Ohrakupunktur oder Aurikolutherapie hat sich zu einer ausgereiften Therapie entwickelt, unabhängig von der chinesischen Medizin, und wurde in den 50er Jahren erstmals von dem französischen Arzt Dr. P. Nogier vorgestellt.
Die verschiedenen Ohrregionen werden bestimmten Körperregionen zugeordnet, so dass sich der ganze Körper auf dem Ohr in über 100 Punkten widerspiegelt. Die Lage der Akupunkturpunkte erinnert einen an ein Kind im Mutterleib, das in Richtung Ausgang liegt. Die Übereinstimmung von Organlage zum Reflexpunkt ist erstaunlich
Ohrakupunktur
- Die Ohrmuschel wird betrachtet und mit einem Akupunkturstab abgetastet. Reflexpunkte sind druckempfindlich manchmal auch sichtbar verändert z.B. Äderchenbildung.
- Störherde z. B. tote Zähne, Narben oder chronisch, entzündete Nebenhöhlen können den Erfolg einer Akupunktur verhindert bzw. begrenzen. Einige Störfelder können durch eine Akupunktur behoben werden, andere müssen parallel behandelt werden.
- Es werden bis zu 6 Nadeln gesetzt wodurch ein Reiz auf das entsprechende Organ bzw. die Region ausgelöst wird. Die Nadeln bleiben ca. 20 Minuten in dem jeweiligen Ohrpunkt.
- Bei chronischen Beschwerden können auch Dauernadeln gesetzt werden. Diese sind sehr kurz und werden durch ein Pflaster befestigt. So kann der Patient immer mal wieder diesen Punkt drücken und stimulieren.
- Zum Einsatz kommen auch die Sandkornpflaster. Sie wirken wie eine Akupressur auf das jeweilige System. Die Körner werden mittels Pflaster am jeweiligen Ohrpunkt befestigt.
Einsatzgebiet der Ohrakupunktur
Die Ohrakupunktur wird wegen ihrer schmerz reduzierenden Wirkung in vielen Bereichen eingesetzt.
- z.B. bei allen Erkrankungen des Bewegungsapparates z.B. Lumbalgien und Neuralgien.
Unterstützend wirkt die Ohrakupunktur auch bei:
- Suchterkrankungen wie z.B. bei Nikotinentzug
- Asthma,
- Kopfschmerzen,
- PMS,
- Gastritis,
- Sinusitis,
- chronische Erkrankungen
- und vieles mehr.
Nicht eingesetzt werden sollte die Ohrakupunktur bei:
- Entzündungen und Verletzungen direkt am Ohr,
- Notfälle wie Herzinfarkt und Schlaganfall,
- Infektionskrankheiten,
- unklare Schmerzzustände.
- Abzuwägen ist es bei schweren Medikamenten und bei Fastenkuren.
Ein Beitrag von: Renate Reimer, Heilpraktikerin und Ernährungstherapeutin
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