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Blutegel: Kleine Sauger
Wen beim Gedanken an Blutegel Abscheu überkommt, dem sei zum Trost gesagt: Das beruht auf Gegenseitigkeit. Die kleinen Sauger, die schon seit hunderten von Jahren als sanfte Naturheiler zum Einsatz kommen, hegen durchaus auch Abneigungen gegenüber Menschen und zieren sich dann konsequent, ihren Dienst zu leisten.
Solches berichtet zumindest die Schorndorfer Heilpraktikerin Karla Moser, die durch ihre fast 30-jährige Erfahrung auf diesem Gebiet deutschlandweit als Pionierin der Blutegeltherapie gilt und deren Tochter Claudia die Wirksamkeit dieser Behandlung im Rahmen ihres Medizinstudiums wissenschaftlich nachgewiesen hat.
Karla Moser ist mit den heilenden Würmchen so vertraut, dass sie weiß: „Sie sind sehr wetterempfindlich.“ Beispielsweise beißen sie nicht, wenn es schwül ist, aber auch, wenn der Therapeut aufgeregt ist oder Hektik verbreitet. Und es könne durchaus sein, dass die Blutegel sich schlicht weigern, anzubeißen, weil der Patient Medikamente genommen hat oder ein Parfüm verwendet, das ihnen nicht schmeckt.
In ihrem Buch „So hilft Ihnen die Blutegelthearpie“ (144 Seiten, 12,95 Euro) beschreibt Moser Anwendungsbeispiele aus ihrer Praxis. Vor allem bei Gelenkerkrankungen, wie Arthrose, und Rückenschmerzen erzielt sie gute Erfolge. Aber auch Tinnitus-Patienten profitieren von der besseren Durchblutung nach der Blutegelbehandlung.
Deren heilsame Wirkung besteht nämlich weniger darauf, dass sie ihrem Wirt Blut entziehen, also einen sanften Aderlass verursachen, sondern dass sie beim Saugen rund 40 Stoffe abgeben, die gerinnungs- und entzündungshemmend sowie gefäßerweiternd wirken.
Prominentester Fan der Blutegel-Behandlung ist seit kurzem die US-Schauspielerin Demi Moore, die sich im Rahmen einer Entgiftungskur in Österreich vier Blutegel anlegen ließ. Sie staunte, wie diese sich vollsaugten: „Als sie sich satt getrunken hatten, rollten sie einfach zur Seite wie ein Betrunkener, der aus einer Bar torkelt.“
Quelle: www.naturheilpraxis-moser.de