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Titelthema 05/12

Allergie: Wenn die Natur krank macht

Allergie: Wenn die Natur krank macht
Bild:
i-Stockphoto

Über Allergien, Reizüberflutung und ein verrücktes Immunsystem: Allergien sind kein neues Zeitphänomen, der erste bekannte Allergiker war der Pharao Menis, der 2000 Jahre vor unserer Zeitrechnung infolge eines Bienensticher verstarb, so die Überlieferung. Neu ist jedoch, daß sich Allergien äußerst rasant ausbreiten. Heute leiden zum Beispiel 12 Millionen Menschen in Deutschland an Heuschnupfen, das sind zehnmal mehr als vor 60 Jahren. Es gibt Berechnungen, daß, wenn die Entwicklung so linear weitergeht, im Jahre 2030 jeder Deutsche an einer Allergie leidet.

Was ist eine Allergie?

Eine Allergie ist eine überschießende Abwehrreaktion des Immunsystems auf einen normalerweise harmlosen Stoff in der Natur, ein sogenanntes Allergen. (allos = anders, fremd, eigenartig; ergon = Arbeit, Reaktion). Allergene gibt es immer mehr, je mehr Stoffe es gibt und je mehr Zusatzstoffe. Die bekanntesten Allergene sind Tierhaare, Pollen, Hausstaubmilben, Schimmelpilze und Nahrungsmittel. Stoffe also, die in der Natur vorkommen und auf die das Immunsystem plötzlich unangemessen reagiert und bekämpft.

Symptome

Beim Heuschnupfen reagieren bekanntermaßen Augen, Nase, Ohren, Hals und manchmal die Haut, oft auch die Bronchien und die Lungen (allergisches Asthma). Bei Nahrunsmittelallergien kommt es zu Hautsymptomen wie Neurodermitis, aber auch zu Magenschmerzen und Darmbeschwerden. Es kann zu generalisierten allergischen Reaktionen kommen, wie Übelkeit, Schwäche, Erbrechen und im schlimmsten Fall kann es zu einem allergischen Schock kommen (am häufigsten bei Bienenstichen).

Woher kommen Allergien?

Eindeutig belegt ist ein höheres Allergierisiko bei Kindern, die aus „Allergikerfamilien“ kommen, also offensichtlich spielen genetische Faktoren eine Rolle. Übertriebene Hygiene ist sicher eine Ursache im Anstieg der Allergien. Belegt ist, daß Kinder die auf dem Land aufwachsen sehr viel seltener erkranken als Stadtkinder, das heißt dass das Immunsystem von Stadtkindern, bzw. Kindern, die sich nicht schmutzig machen dürfen, unterfordert ist, das ist die sog. „Dreck- und Urwaldhypothese“.

Interessant in der Diskussion ist der Zusammenhang mit dem Rückgang der parasitären Erkrankungen (Würmer- und Parasitenbefall). Möglicherweise ist durch diesen Rückgang das Immunsystem umgelenkt worden auf andere, eher harmlose Stoffe. Bekräftigt wird diese Annahme durch geringeres Aufkommen von allergischen Erkrankungen in armen Ländern mit weniger Hygienestandards.

Zunehmende Umweltverschmutzung, die Schadstoffe verändern die Blütenpollen und wirken noch aggressiver. Zum Beispiel heften sich Allergene der Birke an Dieselrußpartikel und gelangen durch Einatmen in tiefe Lungenschichten.

Dazu kommen veränderte Lebensgewohnheiten, mehr Stress, mehr Alkohol, rauchen, mehr essen von exotischen Lebensmitteln, allopathische Arzneimittel und sicher auch seelische Faktoren.

Schulmedizinische Möglichkeiten

  • Antihistaminika
  • Mastzellstabilisatoren (Cromoglicinsäure)
  • Kortison
  • Desensibilisierung
  • Asthma-Sprays
  • Immunsuppressiva (bei schwereren Fällen)
  • Adrenalin bei anaphylaktischem Schock (z.B. Bienenstiche)

Naturheilkunde

Homöopathie

In der Homöopathie gibt es akute Arzneimittel, wie Allium cepa, Euphrasia, Sabadilla, Galphimia glauca und viele mehr, die in der Heuschnupfenzeit eingenommen werden und bei guter Verordnung eine sehr große Linderung erzeugen können. Viel eleganter und sicherer wirkt die sogenannte „Konstitutionstherapie“. Hier wird nicht so sehr auf die Symptome der Erkankung wertgelegt, als viel mehr auf die gesamte Persönlichkeit, Vorlieben, Launen, Ängste, Nahrungsmittelverlangen, eben alles, was eine Person ausmacht.

Akupunktur

In der chinesischen Medizin ist die Betrachtungsweise etwas anders. Das Immunsystem steht in engem Zusammenhang mit dem sog. Wei Qi, das ist die an der Oberfläche zirkulierende Abwehrenergie des Körpers. Die Lunge steht für Atemschleimhaut als Ort der allergischen Reaktion. So wird man sich in der Akupunktur wesentlich auf die Behandlung des Wei Qi und des Lungenmeridians konzentrieren. Auch hier gilt für die akute Situation sofort beim ersten Auftreten der Symptome zu behandeln, während man langfristig Erfolge eher hat, wenn man durch die Behandlung des ganzen Menschen und somit den Fluss aller Meridiane vorbeugt.

Bioresonanz

In der Bioresonanz werden pathologisch körpereigene Schwingungen in einem Gerät (Bicom oder Mora sind die gebräuchlichsten) aufgenommen, in gesunde Schwingungen umgewandelt und dem Körper zurückgegeben. Das ist ein starker biophysikalischer Vorgang und somit ein starker Reiz für den Körper, wieder in gesunden Einklang zu finden. Zusätzlich kann man mit der Bioresonanztherapie Stoffe aus dem Immungedächtnis „eliminieren“, d.h., die Stoffe werden für den Körper in harmlose Stoffe, die sie einmal waren zurückverwandelt, das Immunsystem wird auf sie nicht mehr reagieren. Das geht sowohl mit sämtlichen Pollen, also auch Nahrungsmitteln, Hausstaub, belastenden Schwermetallen, eigentlich alles, auf das der Mensch reagiert.

Ernährung

Ernährungsberatung sollte immer Teil der Allergiebehandlung sein, oft genügt eine sinnvolle Diät, symptomfrei zu werden. Das gilt natürlich vor allem bei Nahrunsmittelallergien (Karenz), aber oft wird auch beispielweise der Heuschnupfen bedeutend besser, wenn man bestimmte Nahrungsmittel zu sich nimmt/bzw. auf sie verzichtet. Basische Produnkte sind da besonders wichtig, in einem übersäuerten Körper wirkt sich eine Allergie viel stärker aus. Ganz allgemein ist eine kohlenhydrat- und säurearme Ernährung anzuraten, auch die Vermeidung von Kuhmilch und Kuhmilchprodukten, manchmal auch von Weizen, Eiern und Schweinefleisch.

Heilpflanzen

Es gibt eine Reihe von Produkten, die sich positiv auf die Allergie auswirken. Dazu gehört das Hanföl, Nachtkerzenöl und das Schwarzkümmelöl. Brennessel ist gut zur Entgiftung und Entschlackung des Körpers, Wirkung zeigen auch die Johannisbeere, die Moorbirke, die Schwarzerle, Feldulme, Hagebutte, Rosmarin und Rotbuche. Auch Mittel, die in der Homöopathie wirksam sind wie Euphrasia, Pulsatilla, Allim cepa, Sabadilla etc. können als Ursubstanzen und spagyrisch aufgearbeitet, hervorragende Dienste leisten.

Hildegard Medizin

Am Beispiel Neurodermitis: Eine Hand voll Maulbeerblätter in einem Liter Wassesr 3 Minuten gut auskochen. Mit dem davon entstandenen Tee die juckenden Hautstellen waschen oder darin baden. Man kann vom Sud Kompressen machen, den Sud inhalieren oder auch in der Sauna als Aufguss verwenden.

Wenn Sie mehr über Allergien wissen wollen:
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